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Florence: Aus dem Leben eines introvertierten Mädchens

Worum geht es?
Florence lässt sich am besten als Visual Novel beschreiben. In knapp einer Stunde Spielzeit dürfen wir Florence Yeoh auf ihrer Reise zur Selbstfindung begleiten. „A story about love and life“ betiteln die Designer aus dem Hause „Mountains“ ihr Erstlingswerk. Am Ende der Reise war ich gerührt, etwas traurig und im höchsten Maße inspiriert meine eigenen Ziele weiter zu verfolgen. Ich kann mich an kein Videospiel erinnern, dass dies in diesem Ausmaß gelungen wäre.

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Warum ich es für introvertierte Spieler empfehle!
Florence hat wirklich alle Zutaten um uns Intros zu begeistern. Ich möchte nichts von der Handlung verraten, deshalb beschränke ich mich auf die Botschaften des Spiels und auf Florence selbst. Florence ist ein introvertiertes Mädchen. Sie verbringt viel Zeit allein, träumt viel vor sich hin, liebt Kunst und Musik, ist selbst sehr kreativ und kann das leider in ihrer Arbeit nicht ausleben. Sicherlich findet der eine oder andere von uns Intros hier eine parallele zu Florence.

Eine Spielmechanik möchte ich an dieser Stelle ganz besonders hervorheben. Eine typische introvertierte Eigenschaft ist, dass wir uns oft schriftlich besser mitteilen können als mündlich. Wir brauchen oft etwas länger zum Antworten, da wir unsere Gedanken erst im Kopf ordnen müssen, als wären sie ein Puzzle. Diese Methode wird buchstäblich im Spiel so umgesetzt. Man setzt ein kleines Puzzle zusammen, das am Ende eine Sprechblase formt. Erst dann antwortet Florence ihrem Gegenüber. Ich möchte fast wetten, der eine oder andere von uns Introvertierten, hatte sich diese Methode bereits schon mal als Metapher dafür ausgedacht, wie sich unser Denkprozess anfühlt, wenn wir mit Fremden sprechen müssen. Einfach toll.

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Mein Leben lang fühlte ich mich, als ob ich der Welt mehr geben kann als nur einen einfachen alltäglichen Job zu erledigen, morgens und abends die Zähne zu putzen und vielleicht mal den Rasen zu mähen. Gut ich hab keinen Garten aber ich versteht, was ich meine. Das innere Bedürfnis sein wahres ich, nicht nur zu entdecken, sondern damit das eigene Leben und vielleicht sogar von anderen zu inspirieren ist tief in vielen von uns verankert. Florence nimmt sich diesem Thema an und zeigt, wie unsere Hauptdarstellerin die Inspiration erfährt um ihrer eigenen Leidenschaft zu folgen.

Diese Inspiration erlangt Florence hauptsächlich durch eine Liebesbeziehung. Auch dieses Thema greift das Spiel sehr emotional, ehrlich und künstlerisch wertvoll auf und zeigt die Sonnen- und Schattenseiten einer Partnerschaft. Kurz angerissen wird auch die anfangs schwierige Beziehung zu ihrer Mutter. Besorgt ruft Mamma Yeoh immer wieder mal bei ihrer Tochter an um mal so nebenbei nachzufragen, ob sie bereits einen Ehemann in Aussicht hat. Mütter, meinen es gut, aber naja. Doch auch hier gibt das Spiel ein ehrliches Statement ab, als Florence Leben eine andere Wendung nimmt, ändert sich auch die Mutter-Tochter-Beziehung.

Überzeugt? Los geht’s
Florence ist für iOS und Android erhältlich, und kostet nur 2,99€. Sucht euch eine ruhige Ecke, setzt euch Kopfhörer auf eure Denkfabrik und genießt diese kurze schöne Stunde. Ihr werdet es nicht bereuen!

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